Dienstag, 3. Februar 2009

Studie: FALTER: Jeder fünfte Islamische Religionslehrer lehnt die Demokratie ab



- Lehnen Sie Demokratie ab, weil sie sich mit dem Islam
nicht vereinbaren lässt? 21,9 Prozent sagen Ja. Lehnen Sie die
Menschenrechtserklärung ab, weil sie sich mit dem Islam nicht
vereinbaren lässt? 27,1 Prozent bejahen. Hätten Sie Verständnis
dafür, wenn Muslime, die vom Islam abgefallen sind, mit dem Tod
bestraft würden? 18,2 Prozent Zustimmung. Sehen Sie einen Widerspruch
zwischen Muslim sein und Europäer sein? 28,4 Prozent sagen Ja. 

Für seine Dissertation "Der Islamische Religionsunterricht
zwischen Integration und Parallelgesellschaft" befragte der Imam und
Religionslehrer Mouhanad Khorchide im Jahr 2007 210 Religionslehrer
per Fragebögen. Die Aussagen sind repräsentativ und wissenschaftlich
sauber. Universitäts-Professorin Hilde Weiss, eine Kapazität auf dem
Feld der Integrationsforschung, betreute die Diss, die mit Sehr Gut
benotet wurde. 

Die Studie ist die bisher wichtigste Arbeit in Sachen Islam,
Schule und Integration. Die beunruhigenden Schlüsse: ein Viertel der
Lehrer antwortet auf Fragen nach Demokratie, Rechtsstaat und
Integration so, wie rechte Populisten es behaupten und Liberale es
befürchten. Je älter die Lehrer, desto höher die Ablehnung gegenüber
rechtsstaatlichen Prinzipien. 32,7 Prozent lehnen die
rechtsstaatlichen Prinzipien ab (35,5 Prozent von im Ausland und 21,3
Prozent von im Inland Geborenen). Der Studienautor zieht den Schluss,
dass 22,6 Prozent der Lehrer "fanatische Haltungen" einnehmen. 44
Prozent der Lehrer betrachten die Vermittlung von
Überlegenheitsgefühlen als vorrangiges Ziel.

Anas Schakfeh, Präsident der Islamische Glaubensgemeinschaft,
bestätigt im Falter-Interview die Qualitätsmängel im
Religionsunterricht, hält die anti-demokratischen Einstellungen der
Lehrer aber für "Privatmeinungen". Derzeit unterrichten in Österreich
394 Lehrer 50.000 muslimische Kinder.
Es ist völlig unerheblich, ob es sich um die Privatmeinung von 20% der Lehrer handelt, oder ob das islamische Meinung ist. Es ist demokratiegefährdent. Ich forder keine Toleranz gegenüber der Intoleranz.
Man kann keinen islamischen Religionsunterricht erlauben, wenn man nicht darauf vertrauen kann, dass nicht gegen die bestehende Gesellschaftsordnung gearbeitet wird. 
Man kann doch auch nicht sagen, dass es nur die Privatmeinung der Geschichtslehrer ist, wenn 20% davon das Naziregime als eine vorbildliche Gesellschaftsordnung ansehen würden. Warum gilt das für offensichlich islamistische Lehrer nicht?

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