Dienstag, 22. Februar 2011

Griechenlands Zukunft, wer die Rechnung bezahlt (und wer nicht)?

Griechenland schafft trotz Sparpaketen die Ziele nicht.
Das verwundert niemanden außer unseren Finanzminister Pröll.
Damit gibt es eigentlich nur mehr wenige Auswege:
 
  1. Das eigene Volk auspressen bis es am Boden liegt und alles zerstört ist. (Eine Rebellion und deren Niederschlagung mit undemokratischen Mitteln ist bei dieser Variante inkludiert.)
  2. Europa übernimmt die Schulden oder erlässt diese. (Mit anderen Worten: Wir zahlen.)
  3. Die Griechen verlassen freiwillig den Euro und können sich mit einer Abwertung der Drachme retten.
  4. Europa zwingt Griechenland zum Austritt.
  5. Ich weiß auch nicht.
 
Fachleute jedenfalls sagen, dass der eingeschlagene Sparkurs nicht ausreicht, um Griechenland wieder zu stabilisieren. (Quelle: diePresse.com)
Die Frage ist, wie groß darf der Spardruck auf die eigene Bevölkerung werden? Dass der Leidensdruck nicht überstrapaziert werden darf, sieht man in den arabischen Ländern.
 
Ich frage mich nur, was unsere Politiker uns dann erzählen werden, wenn man bekennen muss, dass das Geld, welches wir Griechenland schickten, verbraten wurde.
Jenes Geld, weswegen wir alle unsere Gürtel enger schnallen müssen, was insbesondere kinderreiche Familien spüren. Die ÖBB sowie die ASFINAG fahren weiter ihre Defizite ein und wenn die Verkehrsministerin Bures ankündigt, dass die Bahn 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben soll, dann sagt das mehr über ihre Inkompetenz aus, als über den Zustand der Bahn. Denn auch diese Rechnung wird wieder der Steuerzahler begleichen müssen.
Viel erfolgreicher scheint unsere Regierung bei der Einführung von Frauenquoten zu sein. Das mag zwar für Feministinnen eine großartige Botschaft sein. Am Reformstau, am Sparzwang oder an Effizienz unserer Politik und unserer Wirtschaft wird sich deswegen nichts ändern.
In Österreich denkt man ideologisch und über Ideologien kann man keine Reformen durchsetzen.
 

Der Mythos der Linksextremisten und die Realität der Rechtsautonomen

Wohl wird in der Berichterstattung über die linken Kravalle in Dresden  berichtet, dass die Aggressivität von Links ausging, doch wird immer erwähnt,  dass es sich bei den linken Demonstranten nur um autonome Gruppen handelt, wobei es sich bei den rechten Gruppierungen um Rechtsextremisten handelt. Nicht einmal der ORF kam umhin, zu erwähnen, von wem die Gewalt ausging.
Die linken Helden lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei.
 
Jetzt stellt sich mir die einfache Frage, was ist eigentlich ein Extremist?
Eine Frage, die man sich bei den meisten Medien nicht stellen darf, denn diese wissen es meistens und verbieten, sich eine eigene Meinung darüber zu bilden. Rechts muss man sein, um als  Extremist zu gelten und Links muss man sein, damit man als  Freiheitskämpfer gilt. Wie wir alle wissen, schützt ja die Polizei nur die Rechten, was die Linken natürlich dazu berechtigt, Gewalt gegen Polizei und Privateigentum sowie Staatseigentum anzuwenden. Ein paar Straßenschlachten und schwere Körperverletzungen sind eben der Preis, den ein anständiger Antifaschist bezahlen muss, um zu beweisen, wie ernst man den Kampf gegen Rechts nimmt (wobei Rechts und Rechtsextremismus mehr oder weniger das Gleiche sind). Dabei habe ich den Verdacht, dass es gar keine Linksextremisten gibt. Das sind alle linksautonomen Gruppen. Keine Gefahr also für die öffentliche Sicherheit. Wir können uns wieder entspannt zurück lehnen. Ich habe im ORF noch nie von Linksextremisten gehört. Diese sind also ein Mythos.
 
Während also der Kampf gegen Rechts auf der einen Seite ganz entschieden bekämpft wird und jede Menge Kollateralschäden in Kauf genommen werden, wird der Rechtsextremismus auf der anderen Seite (und unter anderem Symbol) fast schon hofiert. Dies passiert nicht zuletzt durch die selben Personen.
Ist es beispielsweise nicht eigenartig, dass Österreich beste Beziehungen zum libyschen Diktator Gaddafi unterhält, für den es auch eine Herrenmoral gibt? Seine Herrenrasse liegt nicht in den Genen, sondern in einer Religion, der man sich ja unterwerfen kann. Das macht ihn natürlich gleich viel menschlicher.
Oder nehmen wir die ATIB, die in Österreich und Deutschland eifrig von der Türkei finanzierte Moscheen baut. Diese hat Kontakte zu den Grauen Wölfen. Eine ganz und gar nicht nationalistische Vereinigung, welche keine Gefahr für die Demokratie darstellt. Dagegen hat noch nie eine linksautonome Gruppe demonstriert. Dabei sind die Feinde der Grauen Wölfe unter anderem Juden, Christen, der Vatikan, Amerika, Armenier, Kommunisten usw (Eigentlich muss man fragen, wer außer Moslems keine Feinde sind).
Im Jahre 2009 haben die Grauen Wölfe in Linz (Alten Rathaus) eine Bühne für eine Musikveranstaltung bekommen. Ob es damals auch Demonstrationen der linksautonomen Sittenwächter gegeben hat, kann ich nicht sagen. Bekannt ist mir jedenfalls nichts.
 
Also an alle Rechtsextremisten in der Welt, ganz egal welche Ziele ihr verfolgt: Es ist ganz einfach. Ihr müsst nur das Symbol ändern. Alles ist erlaubt, nur Hakenkreuz dürft ihr keines tragen. Dann werdet ihr nicht erkannt und könnt machen was ihr wollt. Ihr könnt türkische Rechtsextreme sein oder islamische Rechtsextremisten.  Das ist alles egal.
Die linksautonomen Sittenwächter sind dermaßen damit ausgelastet, gegen ein paar ewig gestrige Deutschnationale zu kämpfen, dass sie keine Zeit dafür haben, dass ihr unsere Gesellschaft vergiftet.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Der todkranke Patient im Parlament




Können Sie es auch hören, die Neuwahlprognosen zwischen den Zeilen der Reden der Regierungsvertreter von ÖVP und SPÖ?
Natürlich, offiziell wird (noch) beschwichtigt, doch was bedeuten solche Beruhigungspillen angesichts der Bilanz dieser Regierung und angesichts der Vertrauenswürdigkeit von Personen, für die etwas „in Stein gemeißelt“ ist, die aber kurze Zeit später für genau das Gegenteil kämpfen (siehe Verteidigungsminister Darabos)?



Diese Regierung weiß sehr wohl selbst, wie perspektivlos und visionslos  sie ist. 

Die Bilanz sieht wahrhaft trauig aus:

  1. Die Gesundheitsreform - wurde nicht begonnen.
  2. Die Verwaltungsreform - ist an den Ländern, allen voran am niederösterreischischen Landeshauptmann, gescheitert.
  3. Die Bildungsreform - ist angesichts ideologischer Grabenkämpfe und linksromantischen Träumereien gescheitert.
  4. Die Bundesheerreform - ist ebenfalls gescheitert, aus Gründen, die der gescheiterten Bildungsreform sehr ähnlich sind. Hinzu kommt noch zum Himmel schreiender Dilettantismus. 

Von den Wirtschaftsdesastern wie ÖBB, AUA und Skylink wollen wir jetzt einmal gar nicht sprechen.
All dies geht aufs Konto dieser Regierung.
Es ist also ganz verständlich, dass die Regierungsmitglieder zu ahnen beginnen, dass eine unfähige Regierung kaum die ganze Legislaturperiode durchhalten wird. Es wird ja immer offensichtlicher, wie wenig sie weiterbringen, je länger sie dafür Zeit haben.
Es hat übrigens in den letzten Regierungen fast überhaupt keine rot/schwarze Koalition mehr die ganze Legislaturperiode durchgehalten. Ich frage mich, wozu dann die Nationalratsintervalle von vier auf fünf Jahre ausgedehnt wurden (ebenfalls von rot/schwarz)? 


Das Schreckgespenst FPÖ wird vor jeder Wahl an die Wand gemalt und jedes Mal legt die FPÖ zu. Dies ist nicht der Verdienst von H.C.Strache, sondern es ist der Verdienst von ÖVP/SPÖ. Es ist das Resultat des antidemokratischen Verhaltens seitens jener, die behaupten, dass man keinesfalls mit der FPÖ einen Packt eingehen darf (aus ideologischen Gründen).
Es ist einfach, zur Kenntnis zu nehmen, dass ÖVP und SPÖ einfach nicht mehr miteinander konstruktiv arbeiten können (vielleicht nie konnten). Dabei ist es egal, unter welcher Regierung. 


Unter Gusenbauer/Molterer funktionierte die Große Koalition genauso wenig wie unter Faymann/Pröll. Ein Gesichterwechsel bringt keine Lösung.
Schlimmer als eine FPÖ in der Regierung, wäre es für Österreich, noch einmal eine „Große Koalition“ zwischen ÖVP und SPÖ.
Das Schlimmste, das passieren kann ist, dass sich die FPÖ ein weiteres Mal unfähig erweist (wenn sie nichts aus der Vergangenheit gelernt hat).
Das wäre die Beibehaltung des Status Quos. Chaos und Dilettantismus haben wir auch, seit Faymann das Bundeskanzleramt übernommen hat und Pröll Vizekanzler wurde.
Der Unterschied ist Folgender: bei einer Regierung mit der FPÖ wäre das ein Worst Case Szenario. Bei einer weiteren „Großen Koalition“ wäre es uns sicher.
Gefährlicher als die FPÖ ist es, den Stillstand zu pragmatisieren.
(Das gilt übrigens auch für die Länder.)

Montag, 14. Februar 2011

Was die klassische Musik mit der Kirche gemeinsam hat

Ich musste schmunzeln, als ich heute in Radio Ö1 eine Sendung hörte, in der es darum ging, wie man klassische Musik der Jugend näher bringen könnte. Da gibt es jene Stimmen, die behaupten, dass man mit sogenannten „Cross-over-Projekten“ den Jugendlichen entgegen kommen sollte. Dass man die Klassik „aufpeppen“ und modernisieren sollte, um sie für Jugendliche verständlicher zu machen. Doch andere Stimmen behaupten genau das Gegenteil. Dies diene nur einer Abflachung des Niveaus und einer oberflächlichen Annäherung an die Musik. Man prostituiere damit nur die Kunst und verdecke die eigentliche Schönheit der Musik.
 
Kennen Sie das? Progressiv gegen Konservativ.
Sind das nicht genau die gleichen Probleme, die die Kirche Europas zu zerreißen droht?
Progressive Kräfte klagen die konservative Kirchenführung an und beschuldigen Zölibat, Sexualmoral und Klerus, durch ihre Sturheit die Jugend zu vertreiben.
Konservative Kräfte fürchten hingegen, dass durch ein Nachgeben der Forderungen der Glaube abgeflacht oberflächlich und beliebig wird.
 
Die Kirche hat so einiges mit der klassischen Musik gemeinsam.
Sie wird, wie die Klassik, niemals mit der Pop-Kultur mithalten können.
Ihre Botschaft wird nie schreiend, kreischend und laut sein. Deswegen wird sie niemals die Massen an Jugendlichen ansprechen. Wie in der Klassik gehört die Bereitschaft dazu, auch zuzuhören und sein Herz für die Botschaft zu öffnen. Es gehört da wie dort eine gewisse Reife des Publikums dazu. Die klassische Musik lebt nicht davon, dass man über sie diskutiert, sondern dass man ihr lauscht verleiht ihr Flügel. Die Kirche lebt auch nicht davon, dass man über die Richtung streitet, sondern davon, dass die Gläubigen im Gebet vereint sind. Gott ist die Musik (Seele) der Kirche. Ist der Blick und das Ohr auf Gott gerichtet, kann der Graben zwischen progressiv und konservativ niemals so tief sein, das er die Kirche spalten könnte.
In einem Konzertsaal, in dem keine Musik mehr gespielt wird, wird auch der größte Musikliebhaber keine Begeisterung empfinden. Eine Kirche, in der die Musik des Gebetes verstummt ist, wird auch keine Maus mehr aus dem Loch locken (und schon gar keine Jugendlichen).
Viel wichtiger als die Frage der politischen Richtung der Kirche ist die Frage nach Gott.
Dies mahnen auch viele Bischöfe ein und erhalten dafür sehr viel Spott und Unverständnis.
Die Stimme der Wahrheit ist meist leise und unaufdringlich und trotzdem wird sie nie verstummen.
 
 
 

Freitag, 11. Februar 2011

Die ATIB - Erdogans verlängerter Arm

Ich weiß, ich weiß, es ist politisch nicht korrekt, vor der dritten Türkenbelagerung zu warnen und man wird schnell zum Rassisten abgestempelt wenn man es doch tut. Schließlich gibt es keine Waffen in dieser Belagerung, oder doch…?
 
ATIB, so heißt die organisierte Primärwaffe der türkisch islamischen Regierung unter Recep Tayyip Erdogan. Diese, so betont der türkische Ministerpräsident immer wieder selbst, gehöre einem „gemäßigten“ Islam an. Wie gemäßigt dieser Islam ist, erkennt man deutlich daran, dass in der Türkei keine Kirchen gebaut werden dürfen, dass bestehende Kirchen weder erweitert noch renoviert werden dürfen und dass Christen in der Türkei Bürger zweiter Klasse sind. Man erkennt den Laizismus der Türkei auch daran, dass Mordanschläge an christliche Geistliche keine Seltenheit sind, oder daran, dass die Türkei ein Syrisch - orthodoxes Kloster enteignet (Klosters Mor Gabriel).
Die Türkei ist also von Laizismus und Religionsfreiheit ganz weit weg und entwickelt sich immer mehr zum islamisch-fundamentalistischen Gottesstaat.
 
Die ATIB („Türkisch Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich“) ist kein privater Verein und keine Bürgerinitiative, sondern ist die verlängerte Hand der türkischen Regierung, um den Islam für türkische Auswanderer zu exportieren.
Stellen wir uns einmal vor, unser Bundespräsident würde einen Verein zur Christianisierung und Erhaltung des Christentums in der Türkei gründen (schließlich war diese ja christlich, bevor die Muslime über Byzantinien hergefallen sind und es mit Gewalt islamisiert hatten). Sofort gäbe es einen Aufschrei, einerseits von Erdogan persönlich und andererseits von unserer eigenen Gesellschaft, die vor religiöser Vereinnahmung der Christen mehr Angst hat, als vor der Islamisierung Europas. Doch dieser Verein ist nicht unabhängig und vertritt wie die Regierung von Recep Tayyip Erdogan einen „gemäßigten“ Islam, wie man anhand der türkischen antichristlichen  Politik ersehen kann (siehe oben).
 
Wenn dieser Verein in Österreich Kulturräume, Moscheen und türkisch islamischen Zentren baut, wie in der Dammstraße im 20. Bezirk in Wien, dann tut er das nicht, weil er ihnen dabei helfen will, Österreicher zu werden, sondern im Gegenteil. Das Ziel ist es, das türkische Auswanderer islamische Türken bleiben.
Darum sind islamische Kindergärten so wichtig, damit türkische Kinder nicht zu viel Kontakt mit nicht islamischen Kindern haben. Unsere Gesellschaft ist für sie dekadent und verachtenswert. Ihre Moralvorstellung ist eine gänzlich andere als unsere, was in Begriffen wie „Ehre oder Blutschande und Wiederherstellung der angeblich verletzten Ehre" deutlich zum Ausdruck kommt. Die Erhaltung und Vertiefung der Abhängigkeit von diesen Begriffen hat die ATIB zum Ziel.
Aus diesem Grund versucht die ATIB auch jedes Bürgerbeteiligungsverfahren zu umgehen, möglichst schnell Tatsachen zu schaffen (auf teils fragwürdigem Weg) um die Assimilation der Türken zu verhindern. (Assimilation ist kein Schimpfwort, sondern es ist die beste Form der Intergration.) Die ATIB ist eine vom türkischen Staat organisierte bzw. unterstützte Vereinigung, um die westliche Gesellschaft exterritorial zu beeinflussen. Ziel ist es letztlich, auch die Scharia (Islamisches Gesetz) in Europa zu etablieren, welches im klaren Widerspuch zu unseren westlichen Werten, Gesetzen und Verfassungen steht.
 

Donnerstag, 10. Februar 2011

Brennende Kirchen in Indonesien



Wieder einmal stecken indonesische Muslime Kirchen in Brand (Quelle: diepresse) und stürmen ein Gerichtsgebäude, weil es nicht rigoros genug gegen Christen vorgeht, denen Blasphemie vorgeworfen wird. Ein Christ soll Flugblätter mit blasphemischem Inhalt verteilt haben. Doch nicht einmal der Richter durfte den Flugzettel vorlesen (weswegen  der Inhalt der Presse nicht bekannt ist), weil er sich dann ebenfalls der Blasphemie schuldig gemacht hätte. Wie unabhängig und mittelalterlich solche Gerichte unter islamischem Einfluss sind, kann man sich hiermit ausmalen. 


Wenn aber Christen bedroht werden, so ist das für den ORF meist nicht informierenswert. Wehe, wenn Moslems benachteiligt werden, oder sich zumindest benachteiligt vorkommen. Dann werden Diskussionssendungen ins Leben gerufen und in stundenlangen Islam-Toleranz-Sendungen werden wir unterrichtet, dass dieser friedlich ist. Dass es aber genau dieser Islam ist, der für tausende Christen zur Lebensbedrohung wird, ist dem ORF egal.
Erst wenn Massaker an Christen verübt werden, kann der ORF nicht aus und sieht sich gezwungen, darüber zu berichten. Doch gleich danach wird ein Islamvertreter eingeladen, der/die uns erklärt, dass dies alles nichts mit dem Islam zu tun hat, denn dieser ist ja zum Glück sooo friedlich. 
Dabei ist dem ORF ja kein Thema zu blöd oder zu banal oder zu wenig informativ, wenn es ihm ideologisch passt, darüber zu berichten. So ist die Fanpost Grassers durchaus eine Sendung für den ORF wert, ein paar brennende Kirchen aber sicher nicht, nicht einmal ein Massaker an Christen würde den ORF dazu bewegen, mehr als nur eine Schlagzeile darüber zu berichten.
Aber wehe, ein Moslem kommt sich benachteiligt vor…



Über die Moral der Trickspieler

Dem ORF kann keine Banalität zu blöd sein, um diese ewig in die Länge zu ziehen und zum Thema zu machen. Ein kleines Beispiel dafür ist der "Verteidigungsbrief" des Ex-Finanzministers Grasser. Der ORF zelebriert diesen Brief und fragt die unwichtigsten Leute nach ihren unwichtigen Meinungen darüber. Denn es geht darum, einen "Feind" zu denunzieren. Es ist völlig uninteressant, ob Herrn Grasser irgendetwas juristisches vorzuwerfen ist oder nicht, denn für den ORF hat die Unschuldsvermutung nur den Sinn, jemanden vorzuverurteilen, dem man noch nichts nachweisen kann. Dann redet man eben von „moralisch-schuldig“ so als würde das eine politische Ausnahme sein. Wie stehts mit der moralischen Schuld von Schröder, Klima, Gusenbauer, Darabos, Kreisky und vielen anderen Politikern? Ja, Grasser ist ein Trickspieler. Aber das wissen wir nicht erst jetzt, sondern das haben wir auch schon gewusst, als er Finanzminister war, oder nicht? Er ist nicht der einzige Trickspieler in der Politik. Ein anderer sitzt ganz unbehelligt im Verteidigungsministerium und operiert genauso mit falschen Zahlen. Doch dieser hat im Unterschied zu Grasser eine Lobby (Partei) hinter sich. Und der ORF pflegt gute Beziehungen zu dieser Partei. Darum ist der eine Trickspieler moralisch verwerflich und der andere ist völlig korrekt in seinem moralischen Handeln.

Montag, 7. Februar 2011

Die Berufsheerträume eines SPÖ Zivildieners

Es ist der ÖVP vorzuwerfen, dass sie den Verteidigungsminister Darabos nicht das Misstrauen ausgesprochen hat. Dies können wohl nur taktische Gründe gewesen sein, denn an der Unfähigkeit und dem Dilettantismus des Verteidigungministers kann es keinen Zweifel mehr geben. Aber die ÖVP wollte die Koalition nicht gefährden, da ist es weniger schlimm, die österreichische Bevölkerung durch solch einen Verteidigungsminister zu gefährden.
Er hat vom Heer und von der Landesverteidigung keine Ahnung.
Er hat von Personalmanagement und von Führung keine Ahnung.
Seine Konzepte bauen auf Träumereien und Hippi-Fantasien auf.
So sind natürlich die Zweifel, dass der Verteidigungsminister jährlich 70 000 Interessenten für das Bundesheer findet, äußerst angebracht. So viel würde er nämlich benötigen, denn nicht jeder taugt auch zum Soldaten. Dass diese Zahl nie erreicht werden kann, verschweigt der Verteidigungsminister natürlich und dass er deshalb die Kriterien und Anforderungen senken muss, verschweigt er natürlich auch. Wer wird sich denn in großer Zahl freiwillig melden? Neonazis, Halbstarke oder schießwütige Waffennarren?
Für die Leute, die wir gerne beim Heer sehen würden, muss Herr Darabos auch etwas zahlen und stark die Werbetrommel rühren. Vielleicht lockt er dann 6000 - 8000 gute Soldaten, die den Kriterien entsprechen, an. Aber träumt Herr Darabos nicht davon, dass sein Milizsystem ja viel kostengünstiger wäre als mit der Wehrpflicht?
Auch Schweden, dass so gerne vom Verteidigungsminister als Vorbild zitiert wird, hat größte Probleme, so viele Freiwillige zu finden, die zum Heer möchten.
 
Ich halte es auch für falsch zu glauben, dass man nur ein kleines, schlagkräftiges Profiheer bräuchte. Denn gerade der Zivilschutz, der ja Herrn Darabos viel wichtiger ist, als die militärischen Aufgaben, benötigt viele Hände, die schnell zur Verfügung stehen. Genau das ist mit einem Milizsystem nicht gegeben und auch mit einem Profisystem ist es nicht gegeben.
Am Ende, so bin ich mir sicher, ist dieses Milizsystem Marke Darabos nicht nur teurer als das derzeitige Heer, sondern auch wesentlich ineffizienter.
Auch der Sozialdienst soll angeblich teurer sein als der Zivildienst.
Im Summe entpuppt sich die „Heeresreform“ als ein billiger Versuch, das Heer zu zerschlagen und als eine linksromantische Träumerei von Frieden, Freude, Freundschaft und Eierkuchen.
Es hat weder etwas mit Kosteneinsparung zu tun, noch mit Landesverteidigung oder Zivilschutz und schon gar nichts hat es zu tun mit einer Verbesserung der Effizienz.
 
Dass die ÖVP aus opportunistischen Gründen den Verteidigungsminister im Amt belässt zeigt wieder einmal, wie egal ihr unsere Zukunft eigentlich ist und wie egal auch ihr das Bundesheer ist. Es ist mir ja nur mehr eine Randbemerkung wert, dass der Vizekanzler (Josef Pröll/ ÖVP)  den ach so kreativen Vorschlag seines Onkels aus Niederösterreich (Erwin Pröll), die Wehrpflicht auf 5 Monate zu senken, überlegenswert findet. (Welches Problem wäre dann eigentlich gelöst?) Es zeigt nur, wie abhängig der Vizekanzler vom Gutwill seines Onkels ist. Vielleicht sollten wir Österreicher uns an den Ägyptern ein Beispiel nehmen und solange am Heldenplatz bleiben, bis unsere "Oberen" einfach abdanken.
Ich verlange endlich Demokratie - für Österreich.

Wie die Moslembrüder Ägyptens zu echten Demokraten werden

Ist das nicht erstaunlich?
Was hat die Berichterstattung im Fernsehen nicht gejubelt. Die Anti-Mubarak-Bewegung sei getragen von allen Bevölkerungsschichten. Darum bräuchte man sich überhaupt keine Sorgen machen, dass die Moslem Bruderschaft auch mit demonstriert. Sie wäre nur nachträglich auf den „Demokratie-Zug“ aufgesprungen. Sie habe aber keine Macht, die Revolution an ihre Fahnen zu heften.
Doch jetzt kam es zu den ersten Verhandlungen mit der Mubarak Regierung und siehe da, die Moslembrüder sind die ersten, mit denen Mubarak zu verhandeln hat.
In den Medien erscheint die Situation jetzt so, als würden die Moslembrüder für Demokratie und Menschenrechte stehen und Mubarak für ein unmenschliches und menschenverachtendes Regime. Erst einmal sollte man betonen, dass Präsident Mubarak der sozialistischen Internationalen angehörte, dass er ein verlässlicher Partner des Westens war und dass die Situation in Israel um ein Vielfaches schlimmer gewesen wäre, hätte er die islamischen Fundamentalisten nicht im Zaum gehalten. Es ist schon bezeichnend, dass schon jetzt die Gasleitungen nach Israel von Islamisten  gesprengt werden, obwohl Mubarak noch nicht einmal weg ist. Das kann ruhig als Vorgeschmack darauf gesehen werden, was in Zukunft aus einem angeblich so demokratischen Ägypten wird.
Am Anfang hat es geheißen, dass die Moslembrüder erst auf die Demonstrationen aufgesprungen sind, als sie schon weit verbreitet waren.
Jetzt heißt es, Mubarak verhandelt mit den Moslembrüdern und Gaspipelines nach Israel werden in die Luft gesprengt.
In einen halben Jahr werden dann die Moslembrüder eine Regierung bilden und der ORF wird wahrscheinlich noch immer irgendetwas von Demokratie daher träumen.

Freitag, 4. Februar 2011

Umsturz in Ägypten: Kann uns das egal sein?



Wenn man der Berichterstattung des ORF für richtig und moralisch korrekt hält, dann ist klar:
Die ägyptische Revolution ist gut und bringt dem ägyptischen Volk - ja der ganzen Welt - mehr Freiheit und Demokratie. Doch woher nimmt der ORF eigentlich seine Hoffnungen?
Es ist völlig klar, dass nach der Hosni Mubarak Aera ein politisches Vakuum entstehen wird. Noch macht sich kaum ein Ägypter darüber Gedanken, was nach der Revolution sein wird. Noch kämpfen sie für das eine große Ziel, aber schon bald werden sie merken, dass mit der Vertreibung des Diktators noch kein einziges Problem gelöst ist. Im Gegenteil.
Der radikale Islamismus wird seine Chance wittern. Präsident Hosni Mubarak war ein Garant gegen die Islamisten (die in Ägypten sehr viel Einfluss genießen).
Der Islamismus hat in Ägypten gute Chancen, an die Macht zu kommen - viel bessere Chancen als die Demokratie.

Die jungen ägyptischen Männer haben wenig Zukunftsperspektiven, wenig Chancen und Möglichkeiten zu heiraten, wenig Bildung und so gut wie keine Erfahrung mit Demokratie.
Der gesellschaftliche Druck, islamisch korrekt zu handeln, ist sehr groß und behindert sie stark dabei, ihr Leben selbst zu gestalten.
Nicht umsonst trifft der jemenitische Diktator schon Vorkehrungen. Die ganze islamische Welt beobachtet Ägypten genau. Ein arabischer Flächenbrand wäre eine ungeheure Destabilisierung der politischen Lage. Stellen wir uns vor, in drei oder vier islamischen Ländern entstehen iranische Regierungsverhältnisse. Statt mehr Stabilität sähe sich der Westen vielen, ihm feindlich gesinnten islamistischen Staaten gegenüber. Die Polarisierung der arabischen Welt gegenüber der westlichen Welt könnte dann noch viel stärker sein als heute. Ein Flächenbrand kann nicht unser Wunsch sein, sondern es sollte unsere Sorge sein.

Auch im Iran gab es eine Revolution, doch am Ende hat nicht die Demokratie gesiegt, sondern ein islamistisches Regime, das die Menschen genauso unterdrückt, wie der Schar zuvor.
Der Islam und Demokratie können nicht harmonisch co-existieren. Überall, wo der Islam an Stärke gewinnt, muss die Demokratie geschwächt werden.

Die Tatsache, dass die Muslim Bruderschaft nicht stark genug ist, um eine ägyptische Regierung zu bilden, bedeutet nicht, dass die Gefahr einer Radikalisierung gebannt wäre. Sowohl Hamas als auch Al Quaida haben starken Einfluss auf die Ägypter. Wenn die Mauer Hosni Mubarak gefallen ist, werden diese Extremisten ihre Chance wahrnehmen. Wenn sie nicht an die Macht kommen, dann werden sie das Land destabilisieren. So lange, bis der Widerstand und die Demokratiebewegung gestorben sind. Denn das versteht der Islam unter „Frieden.“
Die bisherigen Christenverfolgungen in Ägypten könnten erst das Vorspiel gewesen sein.
Ähnlich wie im Irak wird es in Ägypten zu Christengenoziden, wie sie im Islam üblich sind, kommen.
Dabei ist es egal, ob eine islamische Regierung an der Macht ist, oder ob es ein politisches Vakuum gibt. In beiden Fällen werden die Christen Opfer sein.
Aber das zu verstehen ist dem ORF zu schwer und wohl auch nicht populär genug.