Dienstag, 22. Februar 2011

Griechenlands Zukunft, wer die Rechnung bezahlt (und wer nicht)?

Griechenland schafft trotz Sparpaketen die Ziele nicht.
Das verwundert niemanden außer unseren Finanzminister Pröll.
Damit gibt es eigentlich nur mehr wenige Auswege:
 
  1. Das eigene Volk auspressen bis es am Boden liegt und alles zerstört ist. (Eine Rebellion und deren Niederschlagung mit undemokratischen Mitteln ist bei dieser Variante inkludiert.)
  2. Europa übernimmt die Schulden oder erlässt diese. (Mit anderen Worten: Wir zahlen.)
  3. Die Griechen verlassen freiwillig den Euro und können sich mit einer Abwertung der Drachme retten.
  4. Europa zwingt Griechenland zum Austritt.
  5. Ich weiß auch nicht.
 
Fachleute jedenfalls sagen, dass der eingeschlagene Sparkurs nicht ausreicht, um Griechenland wieder zu stabilisieren. (Quelle: diePresse.com)
Die Frage ist, wie groß darf der Spardruck auf die eigene Bevölkerung werden? Dass der Leidensdruck nicht überstrapaziert werden darf, sieht man in den arabischen Ländern.
 
Ich frage mich nur, was unsere Politiker uns dann erzählen werden, wenn man bekennen muss, dass das Geld, welches wir Griechenland schickten, verbraten wurde.
Jenes Geld, weswegen wir alle unsere Gürtel enger schnallen müssen, was insbesondere kinderreiche Familien spüren. Die ÖBB sowie die ASFINAG fahren weiter ihre Defizite ein und wenn die Verkehrsministerin Bures ankündigt, dass die Bahn 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben soll, dann sagt das mehr über ihre Inkompetenz aus, als über den Zustand der Bahn. Denn auch diese Rechnung wird wieder der Steuerzahler begleichen müssen.
Viel erfolgreicher scheint unsere Regierung bei der Einführung von Frauenquoten zu sein. Das mag zwar für Feministinnen eine großartige Botschaft sein. Am Reformstau, am Sparzwang oder an Effizienz unserer Politik und unserer Wirtschaft wird sich deswegen nichts ändern.
In Österreich denkt man ideologisch und über Ideologien kann man keine Reformen durchsetzen.
 

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