Montag, 23. Mai 2011

Für die „Gute Sache“- der Life Ball







Chris Lohner gab sich am Life Ball der völligen Gehirnfreiwerdung hin, als sie - angelehnt an den päpstlichen Segen (und wohl auch, um diesen zu verhöhnen) - den Segen "urbi et orbi" spendete, bevor sie zum freudigen - aber nicht hirnlosen - "Ja" zu Leben, Liebe und Lust aufrief.





Also, zügellos schnackseln, egal mit wem und wie abwechslungsreich es auch sein mag. Aber bitte mit Hirn, damit sich die Aidsviren erschrecken und in der eigenen Blutbahn bleiben.
Ungezügelter Sex, ungezügelte Liebe und ungezügelte Homosexualität als Therapie gegen Aids. Man könnte fast meinen, Chris Lohner hat die Aidsviren gesegnet, nach dem Motto „seid fruchtbar und vermehret euch“. 





Wie kann man mit solch einer hirnfreien Aussage zum Sex mit Hirn aufrufen? Ist der Life Ball das Fruchtbarkeitsfest für Viren, deren Verbreitung man am Life Ball zelebriert, aber hinterher bekämpft? Wieso stellt Chris Lohner gerade die Homosexualität als „Ja zum Leben“ hin, wo doch nicht einmal Kinder daraus entstehen können? Gerade beim Life Ball kann ich die intellektuelle Auseinandersetzung mit Aids, Sexualität und Verantwortung nicht erkennen. So blieb auch Chris Lohner die Antwort schuldig, was sie mit „Sex mit Hirn“ meinte. Die H.I.V. Viren werden ihr Werk verrichten, egal welch glanzvolle Aussagen Chris Lohner macht und egal wie oft der Eiertanz um das Goldene Kalb der zügellosen Sexualität noch aufgeführt wird. 

Doch irgendwie scheint trotz medialem Getöse der Life Ball an der Realtiät der Österreicher vorbei zu gehen, sodass unerwartet ein Fußballmatch Austria gegen Rapid der Hingucker wird. Die nackten Ärsche am Life Ball kennt man ja sowieso schon.
Irgendwie wirkt der Life Ball so…konservativ, sodass Chris Lohners antipäpstlicher Segen zur Selbstbweihräucherung der Gutmenschen schon wieder passend wirkt. Der Life Ball ist zur jährlichen Prozession geworden.
Was haben also Life Ball und Papst gemeinsam? Sie wirken beide irgendwie…konservativ.
Nur, dass der Papst seine Aussagen auch begründen kann. Chris Lohner aber nicht.







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