Montag, 25. Juli 2011

Wer hat Schuld am rechtsextremen Terror?






Nach dem verheerenden rechtsextremistischen Terror in Norwegen geistern zwei Fragen durch die Medien: Was geht in solchen Köpfen (denen der Attentäter) vor und wie kann es zu so einer Radikalisierung kommen? Die viel lohnendere Frage aber ist die, ob die Rechtsparteien (wie FPÖ/BZÖ)  Mitschuld haben, indem sie den Boden für solche Rechtsextremisten aufbereiten. Diese Frage ist deswegen so lohnend, weil es scheinbar nicht nur leicht ist, eine Antwort zu finden, sondern auch, weil man diese Antwort gleich für politische Zwecke missbrauchen kann. Und genau das machen Sozialdemokraten und ORF.




Nur eines muss sowohl Sozialdemokraten als auch dem ORF und anderen Linksmedien klar sein: Dadurch, dass sie jetzt gegen Rechts schießen und jede Islamkritik mit Rechtsextremismus gleichsetzen, dadurch, dass sie jeden Islamkritiker zum Aufbereiter für Rechtsextremismus stempeln, machen sie Europa nicht sicherer.
Es war kein Fehler, sofort die El-Kaida hinter diesen Anschlägen zu vermuten, denn diese hat schon zahlreiche Anschläge, die allesamt mindestens genauso schlimm gewesen wären, wie der in Norwegen, unternommen. 



Man kann alles missverstehen. Genauso, wie man eine Religion missverstehen kann und so zum religiösen Fanatiker wird, kann man auch politische Botschaften falsch verstehen.
Es wird von ORF, Sozialdemokraten und anderen linken Organisationen diese Differenzierung natürlich bewusst verwischt. Es wird so getan, als wären alle Islamkritiker automatisch rechts und alle Rechten wären automatisch deutschnational, und alle Deutschnationalen wären automatisch FPÖ Anhänger.
Um es klar zu sagen: Dieser Mann war ein Einzeltäter. Das bedeutet nicht, dass er losgelöst von der Welt agiert hat. Aber er hat jede Islamkritik, jede Religion, jede Rechtspartei, die auf demokratische Werte setzt, falsch verstanden. Wenn er sich auf das Christentum, Rechtsparteien wie FPÖ, und andere historische Fakten beruft, so tut er das allesamt ohne diese Organisationen gefragt zu haben, und er tut dies missbräuchlich. Und dafür, dass sie alle von einem Verrückten falsch verstanden wurden, können sie nichts. Wenn jetzt jeder Islamkritiker zum Rechtsextremisten gestempelt wird, so ist das sehr schnell das Todesurteil der Demokratie. 



Denn was die wenigsten Linken bedenken, ist, dass Islamismus ebenfalls eine Art von religiösem Rechtsextremismus ist.
Neben der menschlichen Tragödie finde ich an diesem Attentat wirklich schlimm, dass dieser Dummkopf von Attentäter genau in jene Hände spielt, die sein Feindbild waren.



Der größte Fehler wäre es jetzt, zu versuchen, die rechte Szene (also Burschenschaften, etc.) zu zerschlagen. Erstens lassen sich keine Hinweise darauf ableiten, dass solche Attentäter im Dunstkreis dieser rechten Szene heranreifen. Sie sind alleine, und genau diese Einsamkeit ist das Rezept ihrer kranken Ideologie. Zweitens macht man damit die rechte Szene noch undurchschaubarer. So wie jetzt ist sie relativ leicht zu beobachten und zu kontrollieren. Wenn man sie zerschlägt, dann wird die rechte Szene unkontrollierbar, und das kann wohl nicht einmal der ORF wollen. Es ist aber fraglich, ob alle Linken das intellektuell erfassen können. 

Kommentare:

  1. Die Linken werden nicht zögern, diesen Psychopathen genauso weidlich auszuschlachen wie seinerzeit die Nazis den Marinus van der Lubbe.

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  2. Ich habe schon auf Deinen Beitrag zu diesem Geschehen gewartet, hat sich gelohnt - gut auf den Punkt gebracht!

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  3. @Erika: Kennen wir uns?
    @Arminius: Damit ziehen sie meines Erachtens nach die Opfer mehr durch den Dreck, als jeder dumme Vergleich zwischen Abtreibungsopfern und Naziterror. (Dieser Vergleich ist in Österreichs Parlament gefallen und wird derzeit heiß diskutiert).

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