Dienstag, 30. August 2011

Die Kiche und die Mehrheitsmeinung



Als Schlagzeile ist es überall zu hören und zu lesen: Dreiviertel der Österreicher unterstützen die Pfarrerinitiative von Helmut Schüller, in der er Frauen als Priester, das Ende des Zölibats und ähnliche Liberalisierungen fordert. Nach dieser scheinbar überwältigenden Mehrheit übersieht man leicht, was man gerne übersehen will.
Es ist nämlich so, dass die Mehrheit der Österreicher sich dieser Kirche gar nicht zugehörig fühlt und damit gar nicht das Recht hat, Wünsche an die Kirche zu äußern. Ich habe von Rapid auch nichts zu fordern, wenn ich nicht einmal Rapidfan, geschweige denn Vereinsmitglied bin.
Also wenn schon eine Umfrage, dann sollte man diese doch unter AKTIVEN Katholiken machen und nicht unter Menschen, die mit der Kirche so viel am Hut haben, wie der Papst mit Lady Gaga. 
Aber wenn die Gesellschaft schon über ihre Meinung zu Religionsgemeinschaften befragt wird, sollten doch alle Religionen gleich behandelt werden.
Wo sind also die Umfragen, ob die Mehrheit der Österreicher für ein Kopftuchverbot für Musliminnen wären?  Wo sind die Umfragen, die dafür wären, dass es auch weibliche Imane gibt? Was, das gibt es nicht? Warum darf dann die Mehrheitsgesellschaft über innere Angelegenheiten der Katholischen Kirche abstimmen?


Kommentare:

  1. Prima auf den Punkt gebracht.
    Gerade habe ich darauf verlinkt.
    Danke!

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  2. Was lernen wir daraus:
    3/4 der Österreicher kennen weder den Katechismus, noch sind sie von ihren Hirten richtig unterwiesen worden.

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  3. Gut zusammengefast. Alles was in der Vergangenheit entschieden wurde hatte einen tiefen Grund. Frauen sollen im Christlichen Sinn Mütter sein, deshalb wies man den Männern die Leitung der Gemeinde zu. Außerdem gibt es nur ganz wenige Frauen die maßvolle harte Entscheidungen treffen können. Frauen neigen dazu zu harmonsch zu sein

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