Samstag, 9. April 2011

Alexander Wrabetz droht der Demokratie mit einer zweiten Amtsperiode im ORF



Von der SPÖ wird die Ankündigung des Generaldirektors, noch einmal für den Chefsessel im ORF zu kandidieren, bejubelt. Das ist nicht weiter verwunderlich. Dient doch der ORF, seit Wrabetz im Chefsessel sitzt, ungeniert als Propagandamaschine für die Links Parteien. Vielleicht sollte man in Österreich wieder einen Propagandaminister einführen. Groß wäre der Unterschied zur derzeitigen ORF Führung nicht. Aber damit hat die SPÖ keine Probleme.
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sieht mit Wrabetz einen "unabhängigen und freien ORF gesichert." Das sagt doch viel über das Demokratieverständnis dieser Frau aus.


Tägliche Interviews in den Nachrichtensendern von einer 10% Partei, während eine über 20% Partei nur gezeigt wird, wenn es anrüchige oder negative Berichterstattung darüber gibt.
Tägliche anikatholische und antichristliche Kirchenhetze in angeblich seriösen Nachrichtensendungen und Berichterstattungen, die gleichzeitig die Wahrheit verzerren und nur den Zweck haben, die Kirche zu schädigen. So wird jede auch noch so wage Anschuldigung eines sexuellen Missbrauchs in der Kirche wochenlang zelebriert und als wahr dargestellt, während sexueller Missbrauch in staatlichem Einfluss - ja im Einfluss der SPÖ-nahen Institutionen - einfach ignoriert wird.
Josef Cap von der SPÖ sieht ebenfalls keinen Grund, warum man Wrabetz nicht noch einmal wählen sollte.
Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (er findet Wrabetz alternativlos, obwohl auch der RTL-Chef Gerhard Zeiler kolportiert wurde), der steirische Landeshauptmann Franz Voves und die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (alle SPÖ) finden die tägliche Denkbevormundung des ORF unter Alexander Wrabetz auch toll. Klar, sichert er doch indirekt ihre Posten. Zumindest glauben sie das. Doch sie könnten die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Die Propagandamaschine des ORF hat in den letzten Jahren massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Kein Wunder, wirken Sendungen wie Zeit im Bild 2, Thema, Im Zentrum, der Report usw. wie Belangsendungen der SPÖ und der Grünen. Oft hat es den Eindruck, als wird eine Oppostion schon gar nicht mehr zugelassen. Sogar dem dümmsten Bürger muss es komisch vorkommen, dass immer von vornherein klar ist, was gut und was böse ist.
Doch was ist mit der ÖVP?
Eigenartigerweise findet sich nur eine Person, die Alexander Wrabetz nicht als geeignet ansieht. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger empfindet die Person Wrabetz als eine Bedrohung für die unabhängige Berichterstattung, für den Gebührenzahler und für den ORF selbst. Alle anderen schweigen. Dass der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll von der ÖVP in Wrabetz sogar etwas Gutes findet, lässt tief blicken, wo die Volkspartei derzeit steht.
Bei den Grünen herrscht peinliches Schweigen. Sie scheinen hin und hergerissen zwischen dem Wissen, dass Alexander Wrabetz für eine Meinungspropagandamaschine a la Goebbels steht, andererseits wissen sie, wie wohlgesonnen er den Grünen ist.
So sind es wieder nur die Blauen, die sich gegen Alexander Wrabetz stellen und die zeigen, dass dieser Mann eine Zumutung für eine demokratische Republik ist. Es fragt sich nur, werden sie genauso kritisch sein, wenn einmal eine für sie angenehmere Person im Chefsessel des ORF sitzen wird?

Kommentare:

  1. Lieber Grübler!

    Unsere superbegabte Frau Landeshauptmann heißt "Gabi" Burgstaller.
    Jetzt hat sie sich soviel Mühe gemacht, von einem Interview zum anderen durchgelächelt und dann sowas. Nix für ungut, ob Gabi oder Monika - ziemliches rotes Einerlei. ;-)
    http://bellfrell.blogspot.com/

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  2. Hihi. Danke für den Hinweis. Ich bin so frei und bessere den Fehler aus.

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