Mittwoch, 9. März 2011

Der Nachfolger von Gaddafi könnte Gaddafi werden

Es ist wirklich schwer, Prognosen abzugeben, aber über der ganze Welt hängt zurzeit ein Damoklesschwert. Die Menschen im Iran und in Saudi Arabien beobachten sehr genau, was in Libyen passiert. Während die Nato und Europa einmal mehr ziemlich hilflos agieren und nicht wissen, was zu tun ist, schafft Gaddafi bereits Tatsachen und ehe sich der Westen entschlossen haben wird, aktiv zu werden, wird die Revolution möglicherweise schon beendet (niedergeschlagen) sein.   
Was aber, wenn Gaddafi diesen Kampf verliert? Europa und der gesamte Westen haben diesen Machthaber genauso wie den in Ägypten und den in Saudi Arabien all die Jahre gefüttert. Sie alle waren damals nicht anders als heute. Gaddafi war schon immer ein Opportunist, der gerne mit Islamisten und Terroristen zusammenarbeitete.
Er gebrauchte den Islam schon immer, um an der Macht zu bleiben (genauso wie es im Iran geschieht). Der Islam bietet sich ja auch richtiggehend zum Machtmissbrauch an, weil es darin keine Trennung von Ideologie, Staat, Macht und Religion gibt. Darum lässt sich so gerne im Namen der Religion - Islam - ein Krieg führen. 
Doch wer sind eigentlich die Rebellen? Sind das Demokraten? Wo haben denn diese angeblichen Demokraten, die sich alle vor Mekka verneigen, die Demokratie gelernt?
 
Nehmen wir einmal an, Gaddafi wird gestürzt (vielleicht sogar mit westlicher Unterstützung).
Was passiert dann in Saudi Arabien und im Iran? Die Bevölkerung dort hat gesehen, dass es möglich wäre, den Tyrannen zu beseitigen. Libyen exportiert aber viel weniger Erdöl als Saudi Arabien und der Iran. Wenn aber jetzt schon der Ölpreis explodiert, was wird sein, wenn in diesen Ländern die Revolution ausbricht? 
Die Unterstützung der Rebellen in Libyen könnte also nicht nur sehr heuchlerisch sein, weil wir jahrzehntelang mit einen Terrorpaten und Islamisten gehandelt haben (und nicht nur der -  ach so böse - Jörg Haider, sondern alle, von Obama abwärts bis Kreisky) sondern es könnte uns auch auf den Kopf fallen, denn dann würde sich der Flächenbrand in den arabischen Staaten fortsetzen. Und eine Revolution in Saudi Arabien würde den Ölpreis in unvorstellbare Höhen katapultieren.
 
Je eher wir von diesem Erdöl unabhängiger werden, desto besser ist es. Aber damit hat sich meine Übereinstimmung mit den Grünen auch schon wieder erledigt. Denn so viele Windräder können wir gar nicht bauen, dass es ausreichen würde. Wir benötigen dazu jede Energie, die wir kriegen können (inklusive Atomstrom). Österreichs Anti-Atom Politik ist an Lächerlichkeit und Selbstlüge kaum noch zu überbieten, aber das ist wohl ein anderes Thema.
 

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